Sächsische Hebe- und Zurrtechnik GmbH erweitert sich nun bereits zum 3. Mal

Zur Einweihung des Erweiterungsbaues hatte die Sächsische Hebe- und Zurrtechnik GmbH (SHZ) am 8. Juni geladen. Kräftig Grün hebt sich das neue Gebäude vom weißen Altbau ab. Weiß und Grün sind die Firmenfarben der Großröhrsdorfer.

Weil es schon wieder zu eng in der Produktion geworden ist, hat die SHZ nun schon zum dritten Mal erweitert. Nach zwei Hallen nun ein Anbau: „Auf jeden Fall unser größtes Projekt“, schätzen die beiden Geschäftsführer Günter und Matthias Böhme ein. Mit neuer Produktionstechnik eine Investition von rund 1,5 Millionen Euro. Dazu kommen noch Umbauten im Altbau. Auch sämtliche Elektrokabel, die noch aus der Mitte des vorigen Jahrhunderts stammten, sind nun auf dem neusten Stand.
Die Produktionsfläche steigt um 600 Quadratmeter und verdoppelt sich damit fast. Dadurch ist Platz für einen neuen Vollautomaten. Stolz zeigten die Geschäftsführer am Einweihungstag die neue Anschaffung den Gästen, zu denen auch Bürgermeisterin Kerstin Ternes und der Landtagsabgeordneter Aloysius Mikwauschk zählten. Ein Facharbeiter überwacht die Produktion, während sich das Rohmaterial wie von Geisterhand bewegt durch die Maschine schiebt. Am Ende fällt eine fertig verpackte Schlinge heraus. 2 000 Schlingen pro Tag schafft der Automat in zwei Schichten, das Zweifache als mit herkömmlicher Technik. Sieben Millionen Meter Bandmaterial verarbeitet die Sächsische Hebe- und Zurrtechnik GmbH mittlerweile im Jahr. Vor 10 Jahren waren es noch reichlich zwei Millionen weniger.
An Gurten und Schlingen aus Großröhrsdorf Schweben zum Beispiel die Elemente der Häuser über die Baustelle. Auf anderen Gebieten ersetzen Schlingen und Gurte das bisher gebräuchliche Stahlseil bei Verpackung und Transport. Denn Gurte sind viel einfacher zu handhaben. So rechnet SHZ in diesem Jahr, die Umsatzmarke von 8 Millionen Euro zu knacken. Allerdings machen steigende Rohstoffpreise zu schaffen. Dafür wächst auch der Export, nach Spanien und Frankreich, aber besonders nach Osteuropa. Der Exportanteil sei im Januar auf 40 Prozent gestiegen, ein Rekord. Gerade in osteuropäischen Ländern seien die Kunden bereit, auch einen höheren Preis für Qualität aus Deutschland zu zahlen. Und auf die achten die Großröhrsdorfer: Auf Verlässlichkeit, Lebensdauer und ein Höchstmaß an Sicherheit: „Denn wenn so ein Gurt reißt, sind Menschenleben in Gefahr.“ Und der Fall soll natürlich nicht eintreten.
Aber nicht nur die Produktion steigt. Auch in der Mitarbeiterzahl geht die Tendenz nach oben. Seit dem Start vor 16 Jahren mit drei Leuten auf 62 mit Lehrlingen und Zeitarbeitern. Hochwertige Produkte sind das Ausschlaggebende, um gegen die Billigkonkurrenz aus China bestehen zu können. Deshalb investierte die Firma auch in eine eigene Prüfmaschine, um die wichtigen Qualitätssiegel vorweisen zu können. Ehrlichkeit und Zufriedenheit den Kunden gegenüber sind ein weiteres Kriterium für den Erfolg. „Aber das Wichtigste seien gute Mitarbeiter“ sagt Günter Böhme. Um sie in den Betrieb zu holen und zu halten hat die SHZ mit dem Anbau eben auch kräftig in die Arbeitsbedingungen investiert. Ein Schmuckstück ist der neue Speise- und Pausenraum mit Küchenzeile geworden. Gemütliche Sitzabteile laden während der Pause zum Entspannen ein und ein riesiges Wandbild als Blickfang lässt den Eindruck eines Waldes entstehen. An den Pausenraum schließt sich noch eine Dachterrasse, von der der Blick über die Stadt gleiten kann. Für die Frauen entstanden außerdem größere Umkleideräume.

Grün und Weiß erstrahlt der Erweiterungsbauzoom
Grün und Weiß erstrahlt der Erweiterungsbau
Hell und freundlich lädt der Pausenraum zum Verweilen ein.zoom
Hell und freundlich lädt der Pausenraum zum Verweilen ein.
Bürgermeisterin Kerstin Ternes und Landtagsabgeordneter Aloysius Mikwauschk im Gespräch mit Geschäftsführer Günter Böhmezoom
Bürgermeisterin Kerstin Ternes und Landtagsabgeordneter Aloysius Mikwauschk im Gespräch mit Geschäftsführer Günter Böhme

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