Technisches Museum der Bandweberei

 Museum
20 Jahre Technisches Museum
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Webstuhl

Die hiesige Bandindustrie ist ein traditioneller Industriezweig, der auf eine über 330-jährige Entwicklung zurückblicken kann. Er prägte das wirtschaftliche Profil der Region und erlangte Bekanntheit in ganz Deutschland und weit über seine Grenzen hinaus.

Erleben Sie in unserem Museum die Geschichte der Bandweberei vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart!

Besonders beeindruckend sind die Vorführungen an voll funktionierenden historischen Maschinen.

Wir zeigen Ihnen die Entwicklung der Bandweberei vom einfachen Handwebstuhl von 1680 bis zum modernen Webautomaten. Darüber hinaus erhalten Sie Einblicke in die Vielfalt historischer Bänder, Bandmuster und Konfektionsartikel.
 

Geschichte: kurz & knapp

Mittels moderner Mediatechnik können Sie sich über die Geschichte der Bandfabriken informieren. Dank der Aufgeschlossenheit hiesiger Unternehmer gegenüber dem technischen Fortschritt avancierte Großröhrsdorf bereits Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem Zentrum der Band- und Gurtweberei im ostsächsischen Raum. 1834 stellte Carl Gottlob Boden den ersten Jacquardwebstuhl zur Herstellung kunstvoll gemusterter Bänder auf. Nach 1945 befassten sich 68 Klein- und Mittelbetriebe in den Orten Großröhrsdorf, Pulsnitz und Ohorn mit der Bandweberei. Hinzu kamen zahlreiche Bandwebereien und Heimweber im Umland. Bis 1978 wurden alle regionalen Betriebe der Bandindustrie im ehemaligen VEB Bandtex als Großbetrieb zusammengefasst. Das Wendejahr 1990 ermöglichte einigen Bandwebereien den Neustart unter marktwirtschaftlichen Bedingungen.
 

Unser Tipp:

Ein besonderes Ausstellungsstück ist die Einzylinder-Dampfmaschine aus dem Jahr 1896. Sie war bis 1970 in der ehemaligen Kordel- und Litzenfabrik A. C. Boden in Betrieb.

Dampfmaschine

20 Jahre im Bann der Bänder!

Mit beeindruckender Technik, historischer Modenschau und Musik feiert das Technische Museum seinen 20. Geburtstag

Seit 20 Jahren rattern nun bereits Jahrhundert alte Webstühle und eine ohrenbetäubend laute Dampfmaschine im Technischen Museum der Bandweberei und machen damit die Geschichte des Ortes und seiner Bandindustrie für nachfolgende Generationen lebendig.

Seit 1680 George Hans die Bandweberei in Großröhrsdorf eingeführt hat, war dieses Handwerk maßgebend für die Entwicklung des Ortes. Es entstand aus einem Bauerndorf eine Stadt mit großen Bandfabriken. Großröhrsdorf und umliegende Orte bildeten das größte Bandweberzentrum im Osten Deutschlands. 34 Bandwebereien gab es in der Region mal – fünf führen diese Tradition heute noch fort.

Dank verschiedenster Initiativen ist es vor 20 Jahre gelungen, ein Museum zu eröffnen, welches die Entwicklung der Bandweberei vom einfachen Handwebstuhl um 1680 bis zum modernen Webautomaten veranschaulicht. Die Sammlung noch funktionstüchtiger Webstühle im Technischen Museum der Bandweberei dürfte europaweit einmalig sein.

Seinen 20. Geburtstag begeht das Technische Museum der Bandweberei natürlich mit einer großen Feier am Sonntag, dem 27. Mai 2018. An diesem Tag präsentieren die Mitglieder des Vereins Industrie- und Bandmuseum e.V. erstmalig ihre neue Sonderausstellung „Impressionen einer vergangenen Fabrik C.G. Großmann“ sowie eine Sammlung von Nadeltechnikmaschinen, deren Funktionsweise natürlich vorgeführt wird. Neben musikalischer Unterhaltung und Kinderbasteln sowie kostenloser Kindereisenbahn wird es eine Modenschau mit historischen Kostümen geben.

Feiern Sie mit uns am Sonntag, dem 27. Mai 2018 von 10.00 – 18.00 Uhr!

10.00 Uhr        musikalische Eröffnung durch den Spielmannszug Kleinröhrsdorf e.V.

anschließend  Begrüßung der Gäste zum 20jährigen Jubiläum

10.30 Uhr        Eröffnung der Sonderausstellungen „Impressionen einer 
                       
vergangenen Fabrik C.G. Großmann“ und „Nadeltechnikmaschinen
                        mit Vorführung (kostenlos)

ab 11.00 Uhr  „Bändelmarkt“ mit Erzeugnissen aus verschiedenen Bandwebereien
                       sowie Produkten der F.W.Kunath GmbH und der Thieme Fashion GmbH

ab 11.00 Uhr  Kindereisenbahn (kostenlos), Rassekaninchen zum Anschauen und                              Streicheln, Präsentation des Bienenzüchtervereins Großröhrsdorf

12.00 Uhr       Musikprogramm mit Dudelsack der Familie Walber

ab 14.00 Uhr  Kinderbasteln mit der Familienbildungsstätte Bischofswerda

14.00 Uhr       musikalischer Auftritt mit „Franzl-Musi & Sächsische 
-16.00 Uhr     Harmonikafreunde“


16.00 Uhr       Modenschau historischer Kostüme, ASH Kamenz

Getränke und viele kulinarische Leckereien, Kaffee & Kuchen 

„Von der Wiege bis zur Bahre – Bänder braucht man in jeder Lage“ sagt Bernd Hartmann am Ende des Interviews. Jahrzehnte hat er in der Bandweberei gearbeitet. Nach der Wende musste er zusehen, wie viele Betriebe Pleite gingen – und hat sich gemeinsam mit Anderen für die Einrichtung eines Museums stark gemacht. Mit Erfolg: Es bewahrt ein Stück Identität einer ganzen Region.

Bernd Hartmann - Webermeister
Redaktion, Filmmaterial, Schnitt, Produktion: Cornelia Munzinger-Brandt
Fotos: David Brandt
© Cornelia Munzinger-Brandt und David Brandt

Öffnungszeiten

Dienstag bis Donnerstag
14.00 bis 18.00 Uhr 

jeden 1. und 3. Sonntag im Monat
14.00 bis 17.00 Uhr

  Auch außerhalb der regulären
  Öffnungszeiten sind Führungen für
  Gruppen möglich. Ihre Anmeldungen
  hierzu nehmen wir gern unter
  Tel.: (035952) 48247 entgegen.


Eintrittspreise

Erwachsene3,00 €
Kinder (8-14 Jahre)1,00 €
Führung (je 10 Personen)5,00 €

Technisches Museum der Bandweberei, Kulturfabrik


Schulstraße 2
01900  Großröhrsdorf
(035952) 48247
(035952) 429545
E-Mail


Kooperationspartner:

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