Winterdienst im Rödertal und Tipps für den Hauseigentümer

Bereits in der morgendlichen Frühe rattert das Schneefahrzeug durch die Straßen. Es ist wieder so weit, der Winter hat endlich Einzug in der Stadt gehalten. Viele fleißige Hände helfen in Großröhrsdorf und seinen Ortsteilen, die Wege und Straßen von Schnee und Eis zu befreien.

Winter im Rödertalzoom

Nicht nur der Winterdienst der Stadtverwaltung und des Landkreises sind rund um die Uhr unterwegs, sondern auch viele Bürger bemühen sich intensiv um die Beseitigung des Schnees und erleichtern damit die Wegeverhältnisse.

So sind die Mitarbeiter der Technischen Dienstes im Rödertal bereits früh am Morgen, unabhängig von Werktagen und Wochenende, unterwegs, um den Schnee zu beseitigen und zu streuen.

Durch den Technischen Dienst müssen ca. 40 km kommunale Straßen, ca. 10 km Fußweg entlang städtischer Grundstücke und weitere diverse Wege und Plätze geräumt und gestreut werden. Die Reihenfolge der Räumung richtet sich nach der Wichtigkeit. Vorrang haben Straßen mit öffentlichem Nahverkehr (Rathausstraße, Lutherstraße, Bachstraße) sowie Zufahrten zu Schulen und Kindergärten. Als letzte in der Rangfolge stehen reine Anliegerstraßen (z.B. Sackgassen der Masseneistraße oder die Saarstraße) und Parkplätze. Dennoch ist es im Rahmen des Winterdienstes bei einer Einsatzzeit pro Fahrzeug von 4 – 6 Stunden leider nicht möglich, alle Straßen, Wege und Plätze gleichzeitig und sofort zu betreuen.

Was die Kinder erfreut, bringt auch für Hausbesitzer einige Verpflichtungen mit sich. Die Straßen- und Wegegesetze legen fest, dass Gehwege, ebenso wie die Zugänge zu Haus, Garage und Mülltonne an Werktagen ab 7 Uhr morgens bis 20 Uhr abends von Schnee und Eisglätte befreit werden müssen. Sonn- und feiertags gelten etwas freundlichere Zeiten, von 9 bis 20 Uhr ist dann für die Sicherheit auf den Wegen zu sorgen. Zum Schneeräumen gehört auch das anschließende Streuen. Übertreiben muss es der Eigentümer mit der Räum- und Streupflicht allerdings nicht: Nicht der komplette Weg muss eisfrei sein, es reicht eine Schneise, in der zwei Personen problemlos aneinander vorbeikommen können.

Wir verweisen hierbei auf unsere Streupflichtsatzungen (Bretnig-Hauswald), diese finden Sie auf unserer Homepage unter der Rubrik Bürger- und Ratsinformation/Satzungen, unter Buchstabe „S“, auf der zweiten Seite.

Wie oft Mieter oder Vermieter Schnee schippen und streuen müssen, hängt vom Wetter ab. Bei starkem Schneefall reicht einmal am Morgen nicht aus. Doch pure Sisyphusarbeit wird nicht verlangt.

Nach Schnee und Eis folgt das Tauwetter. Auch hier sollten die Hausbesitzer darauf achten, dass die Schleusen frei sind bzw. diese vorsorglich freihacken, sodass Wasser ungehindert abfließen kann.


Parken auf öffentlichen Straßen in der kalten Jahreszeit

Achten Sie als Verkehrsteilnehmer bei winterlichen Verhältnissen bitte auf vorsichtige Fahrweise und eine entsprechende Winterbereifung Ihres Fahrzeuges. Damit Sie den gemeindlichen bzw. gemeindlich beauftragten Winterdienstfahrzeugen und Räumdiensten deren ohnehin schwierige Arbeit nicht unnötig erschweren, möchten wir Sie um Beachtung folgender Hinweise bitten: Parken Sie Ihr Fahrzeug möglichst nicht auf öffentlichen Straßen bzw. nur auf einer Straßenseite, denn die Räum- und Streufahrzeuge benötigen eine Durchfahrtsbreite von mindestens 3 Meter.

Parkende Fahrzeuge sind ein Problem, welche das Räumen einer Straße oft nicht möglich machen. Das Winterdienstfahrzeug ist aufgrund der Umrüstung mit dem Schneepflug nicht mit dem sonstigen Unimog bzw. Fahrzeug zu vergleichen. Die Fahrbahnen sind zusätzlich meist von beiden Seiten her durch Schneemassen eingeschränkt, und ein Manövrieren des Winterdienstfahrzeuges mit Pflug ist weitaus schwieriger als sonst. Parkende Fahrzeuge behindern somit immer den Winterdienst. Einerseits sind diese Stellen vom Räumen bzw. Streuen ausgenommen, andererseits behindern im Einzelfall parkende Fahrzeuge das Räumen und Streuen der gesamten Straße.

Ist ein Räumen trotz parkender Fahrzeuge möglich, so muss der Eigentümer des parkenden Fahrzeuges davon ausgehen, dass sein Fahrzeug nach dem Vorbeifahren des Räumfahrzeuges von Schneemassen eingebaut ist. Sie sollten also speziell im Winter darauf achten, Ihr Fahrzeug im Grundstück abzustellen, sodass sowohl der Schneepflug als auch der Schulbus ungehindert die Straße befahren können.
Ist ein Abstellen der Fahrzeuge auf der Straße unumgänglich, so werden die Eigentümer in einem Straßenzug gebeten, sich auf „eine Parkseite“ zu einigen.

Winterdienstzoom

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