Der Ersatzneubau der neuen Sporthalle am Rödertalstadion schreitet spürbar voran. Wer in diesen Tagen einen Blick auf das Baugelände wirft, erkennt sofort, dass sich das Gesicht der Baustelle grundlegend verändert hat.
Über den Sommer ist hier mit Hochdruck gearbeitet worden, sodass die künftige Sportstätte immer deutlicher Konturen annimmt.
Der Rohbau ist
voll im Gange. Das Außenmauerwerk und die massiven Betonstützen, welche dem
Gebäude seine Stabilität verleihen, stehen. Ein wichtiger Meilenstein der
letzten Wochen war das Betonieren der Ringgurte, die später als stabiles
Auflager für die mächtigen Dachbinder dienen werden. Parallel dazu wurden
bereits die Betondecken über den angrenzenden Nebenräumen hergestellt, in denen
später Umkleiden, Sanitäranlagen und Geräteräume untergebracht werden.
Obwohl die
Baustelle summt wie ein Bienenkorb, ist derzeit noch kein einzelnes Gewerk
komplett fertiggestellt. Das liegt in der Natur der Sache, da sich die
unterschiedlichen Bauphasen eng überschneiden. Aktuell teilen sich die
Tiefbauer, die Rohbauer, Spezialisten für die Geothermie sowie die
Eisenflechter das Areal.
Ein
Bauvorhaben dieser Größenordnung läuft selten ohne Hindernisse ab. In den
vergangenen Wochen mussten die Verantwortlichen gleich gegen mehrere
Herausforderungen ankämpfen. „Eine der größten Aufgaben war die logistische
Koordination und die Durchsetzung der Termintreue der einzelnen Gewerke, um
einen möglichst reibungsarmen Bauablauf zu garantieren.“ so erklärt Bauingenieur
Thomas Schöne, Projektsteuerer für das gesamte Bauvorhaben.
Zusätzlich
machte das Wetter den Bauarbeitern einen Strich durch die Rechnung: Die
anhaltend heiße Sommerwitterung führte dazu, dass zeitweise kein Beton gegossen
werden konnte. An manchen Tagen musste sogar auf vorgekühlten Beton
zurückgegriffen werden, damit das Material nicht zu schnell abbindet und Risse
bildet. Erschwert wurde die Situation durch weltweite Lieferschwierigkeiten bei
spezifischen Baumaterialien und dringend benötigten Einbauteilen.
Diese Faktoren
sind auch der Grund dafür, dass das Vorhaben rund einen Monat hinter dem
Zeitplan liegt. Dies ist jedoch ein handhabbares Szenario, das das
Gesamtprojekt nicht gefährdet. Die Ausschreibungen und Vergaben sind zu 85 %
abgeschlossen. Derzeit gibt es noch keine größeren Baukostenabweichungen zur
Kalkulation.
Als nächstes
starten die Tiefenbohrungen für die Geothermie, mit der die Turnhalle künftig
nachhaltig und umweltfreundlich beheizt werden soll. Bereits Ende September beginnen
zudem die Abdichtungsarbeiten auf den flachen Decken der Nebenräume. Das
optische Highlight folgt dann Mitte Oktober: „Dann werden die gigantischen, 26
Meter langen Dachbinder angeliefert und per Kran montiert.“ informiert Thomas
Schöne. Sobald diese logistische Meisterleistung vollbracht ist und das Dach
vollständig abgedichtet wurde, kann der Innenausbau starten. Läuft alles nach
Plan und spielt das Wetter mit, werden die Handwerker im November die
Arbeiten im Inneren der Halle aufnehmen können. Der Traum von der modernen
Sportstätte rückt damit Schritt für Schritt näher.
Das
Bauvorhaben wird mit 3,263 Millionen Euro aus dem „Bundesprogramm Sanierung
kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur (SJK)“
gefördert.
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